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Die Deutsche Lithium GmbH wird der nächste Aufsteiger

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Es gibt auch in Deutschland ganz erhebliche Lithiumvorkommen, die dazu ausreichen würden, die hier produzierten E-Autos mit Batterien auszurüsten.

Tatsächlich wird wohl bald ein längst stillgelegter Stollen im sächsischen Zinnwald eine Renaissance erleben, denn jedes Elektroauto braucht bis zu 20 Kilogramm Lithium. Die Planung der EU sieht bis zum Jahre 2025 immerhin 13 Millionen Hybride und/oder E-Autos auf den Straßen Europas vor. Schauen wir nur auf Deutschland, so sollen es nach dem Willen der Bundesregierung bis 2030 wenigstens zehn Millionen Elektrofahrzeuge sein.

Das dafür erforderliche Lithium soll aber nicht vom Ende der Welt, wo es vielleicht unter äußerst fragwürdigen Bedingungen abgebaut wird, hierher transportiert werden, sondern sogleich hier auf kurzem Wege abgebaut werden.

Europa braucht seine Rohstoffunabhängigkeit

Die größten Lithiumlieferanten sind zurzeit China, Australien und Chile. In den Salzseen der Atacama-Wüste muss dazu das mineralhaltige Grundwasser an die Oberfläche hochgepumpt werden. Das verbraucht enorm viel Energie und Wasser. Zudem fallen hohe Transportkosten an und die Nachhaltigkeit in den Lieferketten ist eine Unbekannte. Daher ist die EU fest entschlossen, ein rohstoffunabhängiges Europa anzustreben.

In den Gesteinen des östlichen Erzgebirges lagern 125.000 Tonnen Lithium allein auf der deutschen Seite. Im benachbarten tschechischen Cínovec erwartet die Deutsche Lithium GmbH nochmals in etwa die doppelte Menge. Das bedeutet, dass das Reservoir im gesamten Zinnwald ausreichen würde, um die ambitionierten EU-Ziele bis zum Jahr 2025 zu erfüllen.

Ab 2024 will die Deutsche Lithium fördern

Noch läuft dazu das bergbauliche Genehmigungsverfahren, aber der Geschäftsführer der Deutschen Lithium Armin Müller ist optimistisch, dass noch im Sommer 2021 die Fördergenehmigung erteilt wird. Es handelt sich dabei um einen Rahmenbetriebsplan, der im Vorfeld die Auswirkungen des Bergbaus auf schutzwürdige Güter wie Wasser, Luft, Tiere und Menschen prüft.

Allerdings ist dies nur ein erster Schritt im „europäischen Prüfungsdschungel“. Danach müssen noch sämtliche geplanten Anlagen dem Bundesimmissionsschutzgesetz genügen. Die dafür vorgesehenen und erforderlichen Prüfungen werden hoffentlich bis zum Herbst 2022 abgeschlossen sein, damit überhaupt mit dem Bau von Förderanlagen, der Chemiefabrik und der Aufbereitungsanlage begonnen werden kann.

Was aber jetzt noch fehlt, das sind mutige Investoren, die fest an die Mission der Deutschen Lithium glauben. Die langwierigen Genehmigungsverfahren in der EU schrecken nämlich genau diese ab. Es gibt aber noch einen anderen Grund für die Schwierigkeit, Investoren zu überzeugen. In den Jahren 2016 und 2017 gab es schon einmal einen richtiggehenden Lithium-Hype, Grund genug zum Herauffahren der Kapazitäten mit der Folge eines Preiseinbruchs gegen Ende 2018.