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Der Börsenindex Blue Chip besteht aus den 30 großen deutschen Unternehmen, die an der Frankfurter Börse handeln. 3D-Illustration.

DAX Index – Eine Erklärung

Der DAX Index ist ein Aktienindex. Er repräsentiert die deutsche Wirtschaft und bildet die Marktlage ab.

Die Abkürzung wird allgemein abgeleitet von der Bezeichnung “Deutscher AktienindeX”. Tatsächlich ist dies ein Begriff, der von der Deutschen Börse installiert und marktrechtlich gechützt wurde. Dabei ist nicht exakt definiert, wofür er genau steht.

Um die Marktlage der Deutschen Wirtschaft übersichtlich und verständlich darstellen zu können, braucht man einen Index, das ist sinnbildlich eine Art Sammeltopf für mehrere Aktien. Dieser Index verschafft einen Überblick über die allgemeine Stimmungslage am Markt. Sie wird somit verständlicher, als wenn eine einzelne Aktie für sich alleine als Basis dienen würde.

Der DAX ist nicht von Branchen abhängig. Deshalb kann er als Leitindex einen besten Überblick über die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland abbilden.
Der Deutsche AktienindeX umfasst die 30 größten und am meisten liquide deutsche Aktiengesellschaften, nach Börsenumsatz und Marktkapitalisierung selektiert. Weltbekannte Firmen wie die Allianz, über Volkswagen, Daimler, Telekom bis hin zu ZF Friedrichshafen (einer der weltweit größten Zulieferer für Autoteile) sind vertreten.

Das jeweils bekannteste Gegenstück zum DAX sind in den USA der Dow Jones Industrial Average, in Japan der Nikkei-225, und in England heißt er Vanguard FTSE Developed Europe UCITS ETF.

Den DAX kann man nicht käuflich erwerben, weil er keine eigenständige Aktiengesellschaft ist. Er dient ausschließlich als Börsen- und Stimmungsbarometer, der die aktuelle Lage der deutschen Marktwirtschaft abbildet.

Die Werte werden jede Sekunde aktualisiert. Auf diese Entwicklung kann man spekulieren, sprich traden. Dafür stehen diverse Handelsinstrumente zur Verfügung. Beispielsweise CFDs oder ETFs, wobei es sich um so genannte Differenzkontrakte handelt, in England Contracts for Difference (CFD), der EUROSTOXX50 in Europa.

Der Inhaber erwirbt keine Anteile einer Aktiengesellschaft, sondern wird an einer Kursentwicklung beteiligt. Er spekuliert auf steigende oder fallende Indexwerte.
Eine relativ einfache, überschaubare Angelegenheit, auch für Anfänger geeignet.

Basierend auf der Tatsache, dass die im DAX aufgelisteten Firmen unterschiedliche Größen haben und damit entsprechend höhere Umsätze erzielen, ist die Gewichtung bzw. der Einfluss auf die Werte im DAX sehr verschieden.

Diese Gewichtung wird einmal jährlich nach Kriterien der Börsenumsätze und Marktkapitalisierung geprüft und gegebenenfalls angepasst.

Die innerhalb des DAX aufgelisteten Firmen sind eine breit gefächerte Gruppe von Unternehmen, die weitgehend alle Bereiche der Wirtschaft repräsentieren. Beispielsweise die Industrie für Bekleidung, Chemie, Banken und Versicherungen, Konsumgüter, Medizin und Pharma.

Um als Unternehmen im Deutschen AktienindeX aufgenommen zu werden, muss es im Prime Standard-Marktsegment der Deutschen Börse gelistet sein.
Hierfür müssen internationale Transparenzanforderungen erfüllt werden. Dazu gehören beispielsweise die Veranstaltung einer Jahres- Hauptversammlung, die Vorlage von regelmäßigen Berichterstattungen über die Quartale, sowie zur Sache passende Berichte und Mitteilungen in deutscher und englischer Sprache.

In Deutschland unterscheiden wir verschiedene Indize (Plural von Index):
Der schon bekannte DAX, darin enthalten sind große Aktien wie zum Beispiel die Allianz, MDAX sind mittelgroße Aktien (Beispiel: Puma), SDAX sind kleinere Aktien (Beispiel: Varta) und Aktien für Technologie TecDAX.
Der nicht so bekannte HDAX umfasst die vorgenannten Aktien, die in Summe 110 Aktien – als eigenständigen Index – ergeben (DAX 30, MDAX 50, TecDAX 30 Aktien).

Die Entwicklung des DAX ist, langfristig gesehen, extrem positiv und gilt als wichtiger Indikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.
Obwohl Anleger von Investitionen in den DAX komfortabel profitieren können – ob es die Ausschüttungen von Dividenden, die Kursentwicklung von ETFs oder kurzfristige, hohe Rendite aus CFDs sind – sollten ausländische Märkte aufmerksam beobachtet werden. Auch sie bieten excellente Möglichkeiten für Anleger.