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Bayer ist endlich im Kommen

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Am Mittwoch, den 12. Mai, hat die Bayer-Aktie (WKN: BAY001; ISIN: DE000BAY0017) einen ordentlichen Satz von mehr als sieben Prozent nach oben gemacht, was aus unserer Sicht auch schon lange überfällig war. Aber was steckte dieses Mal hinter dem Kurssprung?

Es war und ist eindeutig die starke Nachfrage nach Agrarprodukten von Bayer. Das erste Quartal 2021 brachte dem Konzern überraschend gute Zahlen ein und die ständigen gerichtlichen Auseinandersetzungen vor allem in den USA sind für die Börsianer inzwischen ein alter Hut.

CropScience als Zugpferdchen

Besonders gut liefen die Geschäfte bei der Sparte CropScience, insbesondere mit Sojasaat in Nordamerika und mit Maissaat in Südamerika. Seit Monaten sind die Preise für beide Feldfrüchte im Steigen begriffen. Dies motivierte die Farmer, beim Saatgut auch mal auf die teureren Sorten zu setzen. Zudem ist die Bereitschaft gestiegen, mehr in den Pflanzenschutz zu investieren, um so die späteren Gewinne zu sichern.

Der Analyst Peter Spengler (DZ Bank) wies darauf hin, dass der bereinigte operative Gewinn allein von CropScience fast acht Prozent über dem Erwartungswert lag. So sah es schon der Analyst Richard Vosser von JPMorgan richtig voraus, dass die Bayer-Aktien am Mittwoch einen sehr guten Lauf haben wird. Aber auch im Pharmageschäft hat Bayer sehr gut abgeschnitten, denn in diesem Bereich liegt der operative Gewinn gleich sieben Prozent höher als die Konsensschätzung der Experten.

Was bedeutet das für die Kursentwicklung?

Allerdings sieht ein Befreiungsschlag anders aus. Seit Anfang Januar 2021 pendelt der Kurs der Bayer-Aktie in einem engen seitlichen Kanal zwischen 50 und etwa 56 Euro hin und her. Die Rechtsstreitigkeiten um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup scheinen in den USA eben kein Ende nehmen zu wollen. Solche Unsicherheiten dämpfen eben die Euphorie der Anleger.

Doch der starke Deckel bei 56 Euro ist nun endlich durchbrochen worden. Damit ist der Weg frei bis zur nächsten Widerstandslinie, die bei 62,50 Euro liegt, was für die Bayer-Aktie alles andere als ein hohes Kursniveau darstellt. Bei einem KGVe von nur 9,4 und einer Dividendenrendite von fast 3,7 Prozent ist bei dieser Aktie immer noch viel Luft nach oben.