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Unterstützung für Start-ups: Bundesregierung startet Förderprogramm

Bereits seit geraumer Zeit plant die Bundesregierung eine Finanzspritze für vielversprechende Start-up-Unternehmen in der Corona-Krise. Nun gibt es ein Startdatum für das Förderprogramm. Die Start-up-Hilfe wird noch im Mai starten und sich vor allem an Gründerfirmen mit bestehender Finanzierung durch Wagniskapitalgeber richten.

Förderprogramm der Bundesregierung

Start-ups sind junge Unternehmen, die in der Regel noch über wenige finanzielle Rücklagen verfügen. Da die Bereitschaft der Investoren für größere Investitionen sinkt, stehen in Zeiten der Corona-Krise viele dieser aufstrebenden Firmen vor dem Aus. Wie der Bundesverband Deutsche Start-ups mitgeteilt hat, sollen Stand Anfang Mai etwa 90 Prozent aller jungen Firmen durch die Pandemie stark beeinträchtigt sein.
Diese Unternehmen sollen nun durch ein Förderprogramm der Bundesregierung unterstützt werden. Das Programm wurde bereits vor einigen Wochen angekündigt und sollte ursprünglich nur eine Säule umfassen, die Start-ups mit bestehender Finanzierung durch Wagniskapitalgeber unterstützt. Im Zuge der Corona-Krise wurde das Programm nun um eine zweite Säule ergänzt, mit der auch Start-ups ohne große Kapitalgeber ihre Förderung erhalten.

Das Förderprogramm wird unter anderem mit der Unterstützung des öffentlichen Investors kfW Capital realisiert und soll dazu dienen, Anteile von nun wegfallenden Finanzierern aufzufangen. Der Staat kann bis zu 70 Prozent der Finanzierungkosten übernehmen, wobei eine private Beteiligung immer Voraussetzung ist.
Teilnehmende Start-ups müssen zudem eine „Andienungspflicht“ einhalten, welche gewährleistet, dass die zur Verfügung gestellten Gelder sinnvoll eingesetzt werden.

Unterstützung kleinerer Start-ups

Die zweite Säule des Förderprogramms soll junge Start-ups unterstützen, die ohne Wagniskapitalgeber auskommen. Die Landesförderinstitute stellen diesen Firmen das notwendige Kapital zur Verfügung, um gut durch die Krise zu kommen. Hierzu genügt es in vielen Fällen, die bestehenden Förderprogramme der Länder zu erhöhen. In Verbindung sollen die beiden Säulen den deutschen Start-ups nach der Krise wieder auf die Beine helfen.

Das Programm soll einen Fundus von vorerst zwei Milliarden Euro umfassen. In Zukunft ist eine Erweiterung der Förderung denkbar. Während der Corona-Krise mussten bereits zahlreiche Start-ups Insolvenz anmelden. Jene jungen Firmen, für die das Förderpaket noch rechtzeitig kommt, können in Zukunft mit weiteren Unterstützungen durch die Bundesregierung rechnen. Das Förderprogramm soll bereits in den nächsten Wochen starten.