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Trend am Finanzmarkt 2020 – digitale Kredite erhöhen Effizienz

Im Finanzierungsbereich hat sich in den letzten zehn Jahren einiges getan. So stieg zum Beispiel die Quote derjenigen Darlehen, die von Kunden online beantragt wurden, um über 20 Prozent an. Immer seltener findet die Kreditaufnahme demgegenüber in der Geschäftsstelle der Bank statt. Die neueste Variante der Online-Kredite sind die sogenannten digitalen Kredite. Immer mehr Banken stellen diese Darlehen zur Verfügung, die sich von gewöhnlichen Online-Krediten in einigen Punkten unterscheiden können.

Digitalisierung erobert auch die Finanzbranche

Die Digitalisierung hält aktuell in immer mehr Branchen Einzug, sodass die Finanzbranche hier keine Ausnahme bildet. Eine wachsende Anzahl von Angeboten am Finanzmarkt ist auf die Digitalisierung zurückzuführen. Dazu gehören beispielsweise die folgenden Angebote:

  • Kontaktlos Zahlen
  • Robo-Advisors (digitale Vermögensverwalter)
  • Kryptowährungen

Auch die digitalen Kredite reihen sich in die Gruppe von Angeboten ein, die in hohem Maße mit der Digitalisierung in der Finanzbranche zu tun haben. In den folgenden Abschnitten erfahren Sie, wodurch sich digitale Kredite von gewöhnlichen Online-Krediten unterscheiden und worin – sowohl für Bank als auch Kunden – die Vorteile dieser modernen Kreditvariante bestehen.

Worum handelt es sich bei digitalen Krediten?

Vielleicht können Sie sich unter der Bezeichnung Digitalkredit zunächst einmal nicht besonders viel vorstellen. In den meisten Fällen sind digitale Kredite gewöhnliche Ratenkredite, die seitens der Bank über deren Webseite angeboten werden. Digitale Kredite werden also wie gewöhnliche Online-Kredite über das Internet vergeben und es handelt sich in der Regel – ebenfalls wie bei den meisten Online-Kredite – um Ratenkredite. Der Einsatz ist demzufolge im Konsumbereich angesiedelt.

Worin unterscheiden sich digitale Kredite vom gewöhnlichen Onlinekredit?

Nachdem Sie jetzt wissen, worum es sich bei digitalen Krediten handelt, bleibt die Frage: Worin unterscheiden sich digitale Darlehen von gewöhnlichen Onlinekrediten? Im Wesentlichen sind es die folgenden drei Kategorien, in denen es Unterschiede zwischen digitalen Krediten und den bisherigen Internetkrediten gibt:

  1. Absenden des Kreditantrages nebst Einreichen von Unterlagen
  2. Legitimation / Identifizierung
  3. Bestätigung der Kreditverträge

Da es sich bei den Unterschieden gleichzeitig um wesentliche Merkmale von digitalen Krediten handelt, möchten wir darauf in den folgenden Abschnitten etwas näher eingehen.

Absenden des Kreditantrages und Einreichen von Unterlagen: kein Ausdruck und postalische Versand mehr

Bei der Vielzahl von gewöhnlichen Online-Krediten können Sie zwar den Antrag auf das Darlehen online stellen. Dazu füllen Sie ein Formular im Internet aus, in das Sie beispielsweise Ihren Namen, Ihre Anschrift, Ihr Geburtsdatum und noch einige weitere persönliche Angaben eintragen müssen. Häufig ist es dann allerdings noch so, dass Sie diesen Antrag ausdrucken und – in der Regel zusammen mit dem Coupon für das PostIdent-Verfahren – postalisch an die Bank versenden müssen. Gleiches gilt für Unterlagen, die Sie im Zusammenhang mit der Beantragung des Internetkredites einreichen müssen.

Beim digitalen Kredit verläuft der Antragsprozess etwas anders. Ein Online-Formular können Sie dort selbstverständlich ebenfalls nutzen. Sie müssen den ausgefüllten Antrag allerdings nicht mehr ausdrucken und auch keine Unterlagen in Kopie postalisch versenden. Stattdessen wird der Antrag online an die Bank übermittelt. Unterlagen können Sie entweder direkt über die Webseite des Kreditgebers hochladen oder alternativ als Anhang innerhalb einer E-Mail versenden. Somit wird der digitale Kredit seinem Namen an dieser Stelle bereits gerecht.

Legitimation VideoIdent-Verfahren als Bestandteil digitaler Kredite

Auch bei der Legitimation unterscheiden sich digitale Kredite von gewöhnlichen Online-Krediten. Bei vielen herkömmlichen Internetdarlehen müssen Sie noch das bewährte PostIdent-Verfahren durchführen. Sie nehmen also Ihren ausgedruckten Kreditantrag samt Unterlagen, drucken über die Internetseite einen PostIdent-Coupon aus und begeben sich mit diesen Dokumenten in die nächste Postfiliale. Dort erfasst der Mitarbeiter Ihre Ausweisdaten und leitet diese nebst Unterlagen an die Bank weiter. Das PostIdent-Verfahren ist demzufolge mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden, der nicht selten über 30 Minuten beträgt und sich aus den folgenden Komponenten zusammensetzt:

  • Hin- und Rückfahrt zur Postfiliale: 20 Minuten
  • Warten in der Postfiliale: 5 Minuten
  • Bearbeitung PostIdent: 5 Minuten

Je nachdem, wie weit die nächste Postfiliale von Ihnen entfernt ist, kann der Zeitaufwand insgesamt durchaus auch einmal eine Stunde und länger betragen.

Bei digitalen Krediten wird dieses PostIdent-Verfahren mittlerweile vollständig durch das VideoIdent-Verfahren ersetzt, auch wenn die meisten Banken das PostIdent-Verfahren weiterhin als alternativen Weg anbieten. Das VideoIdent-Verfahren ist wesentlich zeitsparender und nimmt selten mehr als fünf Minuten in Anspruch. Sie machen mit dem Mitarbeiter der Bank einfach einen Termin für eine kurze Videokonferenz aus, die über die gewöhnliche Webcam stattfinden kann. Nach dem Verbindungsaufbau stellt der Mitarbeiter Ihnen meistens zwei oder drei Fragen und Sie werden gebeten, Ihren Personalausweis in die Webcam zu halten. Damit ist die Legitimation im Zuge des VideoIdent-Verfahrens bereits abgeschlossen.

Bestätigung der Kreditverträge: Postversand war gestern

Den größten Zeitraum der gesamten Abwicklung eines Kreditvertrages von der Antragstellung bis zur Auszahlung der Darlehenssumme nimmt bei gewöhnlichen Online-Krediten bisher die Bestätigung der Kreditverträge in Anspruch. Für gewöhnlich fertig die Bank die Kreditverträge an und sendet Ihnen diese per Post zu. Sie prüfen die Verträge, unterschreiben diese und senden die Verträge anschließend zurück an den Kreditgeber.

Alleine aufgrund dieser zweimaligen Postlaufzeiten verzögert sich der Zeitraum der gesamten Abwicklung um durchschnittlich zwei bis drei Tage. Hinzu kommt, dass die in Papierform vorliegenden Kreditverträge nicht gerade umweltfreundlich sind. Beim digitalen Kredit gibt es auch für diese bisherige Methode eine Alternative, die sich als digitale Signatur bezeichnet.

Vor der digitalen Signatur fertigt die Bank zwar auch beim digitalen Kredit Kreditverträge an. Diese werden allerdings nicht per Post versendet, sondern der Kunde kann diese entweder auf der Webseite des Kreditgebers hochladen oder erhält den Kreditvertrag als E-Mail-Anhang. In beiden Fällen können Sie die Richtigkeit der Verträge prüfen. Eine Bestätigung, dass Sie die Verträge zur Kenntnis genommen und damit einverstanden sind, benötigt die Bank aber trotzdem.

Dazu wird Ihnen im ersten Schritt meistens ein Code per E-Mail zugesendet. Diesen Code geben Sie dann an der vorgesehenen Stelle online ein und bestätigen gegenüber der Bank damit, dass die Kreditverträge für Sie in Ordnung sind. Damit ist der gesamte Antragsprozess abgeschlossen und das Kreditinstitut kann die gewünschte Darlehenssumme auf Ihr Konto überweisen

Fazit: digitale Kredite sparen Zeit und Kosten

Sowohl für Banken als auch Kunden haben digitale Kredite nur Vorteile. Der Kreditgeber spart Zeit, Kosten und Personalaufwand ein, da digitale Kredite mit keinem Papieraufwand und postalischem Versand mehr verbunden sind. Dadurch wird das gesamte Darlehensablauf deutlich effizienter. Kunden profitieren zum einen von einer Zeitersparnis, da kein postalischer Versand mehr notwendig ist und auch kein PostIdent-Verfahren durchgeführt werden muss. Darüber hinaus gibt es oftmals auch eine Kostenersparnis, denn manche Banken stellen digitale Kredite zu günstigeren Zinskonditionen als gewöhnliche Online-Kredite zur Verfügung.

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