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Robinhood steigt an der Boerse ein

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Einer der meist antizipierten IPOs (Initial Public Offering) in diesem Jahr, ist letzte Woche, am 02.08.2021 erfolgt. Der Neo-Broker Robinhood hat im letzten Jahr oft die Schlagzeilen in der Börsenwelt bestimmt. Die Trading-App wurde mehrfach benutzt um Unternehmen, die unter die Räder gekommen waren, wie Gamestop oder AMC, zu unglaublichen Kurssprüngen zu helfen. Das Geschäftsmodell von Gamestop zum Beispiel ist der Kauf und Verkauf von Hardware Kopien von Computerspielen. Da aber in Folge der Digitalisierung immer weniger Spiele noch als Hardware Kopien verkauft werden, ist das Geschäftsmodell von Gamestop überholt. Das erkannten auch die Investmentfonds und begannen die Aktie zu shorten.
Das brachte aber die jungen Benutzer der Robinhood App auf den Plan. Die Kleinanleger verabredeten sich dazu zum kauf von Gamestop Aktien in Online Foren, da sie das Unternehmen noch von früher kannten und nicht Konkurs gehen lassen wollten. Diese sogenannten “Meme-Aktien” entfachten einen regelrechten Hype bei jungen Anlegern. Die daraus resultierenden extremen Kursanstiege brachten sogar größere Investmentfonds in Bedrängnis die diese Unternehmen zuvor geshortet haben.

Start an der Börse

Jetzt ging Robinhood selbst an die Börse und will damit von dem Hype, den es umgibt, profitieren.
Die angestrebte 42 $ je Aktie erreichte das Unternehmen nicht ganz. Am Ende des ersten Handelstages blieb die Aktie bei 38 $ stehen. Bei 55 Millionen Aktien entspricht das einer Bewertung von 31,8 Milliarden US$. Das Besondere am Börsengang war, dass Robinhood einen Großteil der eigenen Aktien erst einmal für die eigenen Kunden reserviert hatte. Diese Strategie ging zunächst nicht so richtig auf.
Seit 2013 ermöglicht es die Firma aus Menlo Park in Kalifornien mittels einer einfach bedienbaren APP den Handel mit Aktien, Optionen und Kryptowährungen. Das besondere dabei ist, das das Unternehmen keine Gebühren von ihren Anlegern verlangt, sondern nur am Spread verdient. Dadurch sollen vor allem junge Anleger an den Finanzmarkt gebracht werden. Dies ruft aber auch Kritiker auf den Plan. Vornehmlich wird Robinhood vorgeworfen wie ein Glücksspielanbieter aufzutreten und die jungen Kunden, die davon träumen Reich zu werden, dazu zu animieren besonders riskante Trades mit Hebelprodukten abzuschließen. Das Unternehmen selbst sieht sich keiner Schuld bewusst, sondern meint, dass es damit den Finanzmarkt demokratisiert.

Verlauf der ersten Woche

Nach dem eher verhaltenen Start hat die Aktie in ihrer ersten Woche richtig Fahrt aufgenommen und stand am Ende der Woche bei über 55 $. Zwischendurch ist sie sogar auf über 85 $ hinausgeschossen. Das Wertpapier wurde sogar kurzzeitig vom Handel ausgeschlossen. Warum die Aktie plötzlich so beliebt ist, ist aktuell unklar. Fundamentale Gründe dafür gibt es aktuell nicht. Allerdings reisen Spekulationen über eine Übernahme nicht ab. Dazu hat die berühmte Investorin Cathie Wood über ihren ARK innovation ETF in das Papier investiert.