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Brennstoffzelle 3D-Illustration

NEL ASA – lieber Gewinne mitnehmen?

Es gibt immer wieder sehr erstaunliche Verläufe von Aktiencharts, die für jeden erkennbar geradezu eindeutig die Blasenbildung ausweisen, so geschehen zum Beispiel im Mai bei der HAPAG-LLOYD AG NA O.N. Aktie, WKN: HLAG47, ISIN: DE000HLAG475. Aber darauf möchten wir heute nicht weiter eingehen, sondern uns einem noch aktuelleren Fall dieser Art zuwenden. Gemeint ist die NEL ASA Aktie, WKN: A0B733, ISIN: NO0010081235.

Einige Analysten haben ganz aktuell am 15. Juni zur Vorsicht gemahnt und zu Gewinnmitnahme geraten. Ihr Chartverlauf wird nicht unbegründet als „bullish“ charakterisiert. Erst seit Dezember 2017 an der Börse gehandelt startet die Aktie mit günstigen 35 Cent, was sich bis zum 21.09.2018 kaum ändert. Dann machte der Kurs einen Satz auf circa 50 Cent und begann unter zum Teil starken Schwankungen eine Aufwärtsbewegung, bis am 21.05.2020 ein Kurs um 1,15 Euro erreicht wurde.

Dann ging die Luzi ab!

Innerhalb von 20 Tagen kam fast eine Kursverdoppelung bis auf knapp zwei Euro zustande. Zwar fiel der Kurs auf circa 1,80 Euro (Stand 15.06.20) zurück, doch der Aufwärtstrend ist aus charttechnischer Sicht noch intakt.

Womit beschäftigt sich das Unternehmen?

Aktien, hinter denen sich Elektroantriebe und Brennstoffzellen verbergen, gehörten während der letzten Wochen an der Wall Street zu den Gewinnern. Als Beispiele seien aus dem Elektrobereich Titel wie Nio, Tesla oder Nikola genannt, mit Brennstoffzellen beschäftigen sich FuelCell Energy, Ballard Power oder Plug Power.

Es wird vermutet, dass das Momentum von nun an Kraft verlieren könnte. Erste Verkaufssignale machen die Runde und größere Kursverluste haben wir tatsächlich schon gesehen. Wie oben gezeigt ist der Aufwind bei Nel ASA, das wir unbedingt in diese Branche einordnen müssen, noch intakt, aber die Schwäche einiger „Kollegen“ ist gar kein gutes Omen. Eine ziemlich heftige Korrektur wird hier immer wahrscheinlicher.

Experten raten aktuell, bei dieser zurzeit überkauften Aktie unbedingt „den Fuß vom Gas“ zu nehmen. Im Zeitraum zwischen dem 19. Februar und dem 13. März 2020 hatte sich der Aktienkurs schon einmal halbiert. Steile Kursanstiege wiesen immer auf Blasenbildung hin und sind alles andere als „gesund“ und nachhaltig.