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Kfz-Versicherung im Jahre 2020 – Kosten einsparen ohne Versicherung zu wechseln

Jedes Jahr aufs Neue machen sich viele Verbraucher Gedanken darüber, wie sie bei ihrer Autoversicherung Geld einsparen können. In den meisten Fällen raten vielen Experten dazu, kurz vor November, wenn die meistens jährlich laufenden Verträge ordentlich gekündigt werden können, einen Anbietervergleich durchzuführen. Dies ist sicherlich auf der einen Seite richtig und sinnvoll.

Auf der anderen Seite gibt es allerdings eine oftmals außer Acht gelassen Möglichkeit, wie Sie ohne den Versicherer zu wechseln trotzdem Geld einsparen können. Es gibt nämlich bei jedem Tarif verschiedene Stellschrauben, durch die Sie bei richtiger Drehung Beiträge in Ihrer Autoversicherung einsparen können.

Harte und weiche Einflussfaktoren bei der Kfz-Versicherung

Es existieren eine ganze Reihe von Faktoren, die in der Summe bestimmen, welchen Beitrag Sie zu Ihrer Kfz-Versicherung zahlen müssen. Diese mehr als zehn Einflussfaktoren lassen sich in zwei große Gruppen einteilen, nämlich in die sogenannten harten und weichen Faktoren. Zu den harten Faktoren zählen insbesondere solche Einflüsse, die Sie gar nicht oder nur wenig steuern können, insbesondere:

  • Typklasse
  • Regionalklasse (Zulassungsort)
  • Schadenfreiheitsklasse

Diese Faktoren können Sie gar nicht oder nur in geringem Maße beeinflussen, denn Sie werden beispielsweise in der Regel nicht nur an einen anderen Ort umziehen, weil Sie mit Ihrem Auto dann in einer günstigeren Regionalplan eingeordnet sind. Ihr Fahrzeug werden Sie sich vermutlich auch nicht danach auswählen, ob es sich in einer günstigen Typklasse befindet.

Am meisten Einfluss nehmen können Sie stattdessen auf die sogenannten weichen Faktoren, die in der Summe ebenfalls einen teilweise erheblichen Einfluss auf die zu zahlende Versicherungsprämie haben. Mit genau diesen weichen Faktoren möchten wir uns näher beschäftigen, denn diese können Ihnen auch bei der Kfz-Versicherung im Jahre 2020 dabei helfen, Beiträge einzusparen. Das Gute ist zudem: Durch kleinere Änderungen müssen Sie nicht den Vertrag kündigen, sondern können meistens auch während des Jahres mit der Versicherungsgesellschaft eine Anpassung vereinbaren.

Einflussfaktor 1: Anzahl und Alter der versicherten Fahrer

Eine Möglichkeit, wie Sie zukünftig bei Ihrer Kfz-Versicherung Beiträge einsparen können, ist die Reduzierung der Fahreranzahl und – falls möglich – ein gewisses Mindestalter einzuhalten. Oftmals ist es so, dass zahlreiche Versicherungsnehmer – sei es bewusst oder unbewusst – eine unbegrenzte Fahreranzahl bei der Versicherung angegeben haben. Der Vorteil ist, dass tatsächlich jede Person, die Ihr Auto fährt, im Schadensfall versichert ist.

Der Nachteil besteht allerdings darin, dass eine höhere Versicherungsprämie zu zahlen ist. Dabei ist es in der Praxis in über 80 Prozent aller Fälle so, dass nie mehr als drei verschiedene Personen das Auto fahren. Daher wäre es in diesem Fall sinnvoll, gegenüber der Versicherung eine reduzierte Anzahl von Fahrern anzugeben. Üblicherweise sind das bei Eheleuten beide Partner und vielleicht noch ein oder maximal zwei Kinder, die natürlich ebenfalls bereits einen Führerschein haben müssen.

In dem Zusammenhang kann es durchaus sinnvoll sein, insbesondere Fahrer unter 25 aus dem Versichertenkreis herauszunehmen. Bei diesen berechnen die Versicherungsgesellschaften nämlich aufgrund des statistisch höheren Schadensrisikos oft einen Beitragszuschlag, den Sie sich durchaus sparen können. Mit dieser Maßnahme, also insbesondere der Reduzierung der Fahreranzahl bzw. das Streichen einer unbegrenzten Fahreranzahl, können Sie durchaus zwischen fünf bis zehn Prozent an Versicherungsprämie im Jahr einsparen.

Einflussfaktor 2: Laufleistung des Fahrzeuges pro Jahr in Kilometer

Ein zweiter weicher Faktor, den Sie relativ einfach ändern können und dadurch im besten Fall zwischen fünf und 15 Prozent an Versicherungsprämie einsparen können, ist die jährliche Laufleistung des Fahrzeuges in Kilometer. Zahlreiche Autofahrer geben die jährliche Fahrleistung relativ großzügig an, beispielsweise 25.000 km, obwohl vielleicht nur 18.000 km im Jahr tatsächlich gefahren werden. Hier lohnt es sich tatsächlich, dass Sie einmal in einem Jahr exemplarisch festhalten, wie viele Kilometer Sie tatsächlich zurücklegen. Weicht diese Summe deutlich von der bisher angegebenen einzahlen Kilometern ab, sollten Sie diese gegenüber dem Versicherer reduzieren. Natürlich müssen Sie auf der anderen Seite darauf achten, dass Sie keinesfalls wesentlich mehr Kilometer fahren, als Sie gegenüber der Versicherung angegeben haben.

Einflussfaktor 3: Telematiktarife oder ähnliche Tarife

Eine relativ neue Art von Tarifen innerhalb der Kfz-Versicherung sind die sogenannten Telematiktarife. In diesem Fall verbaut der Versicherer ein kleines Gerät in Ihrem Auto, welches bestimmte Fahrdaten aufzeichnet. Dazu gehört zum Beispiel das Fahrverhalten, das unter anderem aus Beschleunigung, Bremsen und allgemeinem Verhalten im Straßenverkehr besteht. Der Sinn und Zweck besteht darin, dass der Versicherer so erkennen kann, ob Sie ein vorsichtiger und umsichtiger Fahrer sind oder eher als „Draufgänger“ unterwegs sind.

Im ersten Fall führen die Telematiktarife oftmals zu einer Beitragsreduzierung, quasi als Gegenleistung dafür, dass der Versicherer Ihre Fahrdaten erhält und Sie durch umsichtiges Fahren das Unfallrisiko verringern. Sinnvoll ist die Wahl eines solchen Tarifes allerdings nur unter der Voraussetzung, dass Sie tatsächlich ein umsichtiger Fahrer sind. Sonst könnte der Umstieg auf einen Telematiktarif nämlich schnell zum Eigentor werden.

Einflussfaktor 4: an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen

Bei manchen Kfz-Versicherern gibt es im Rahmen der Tarife spezielle Beitragsnachlässe, wenn der Versicherungsnehmer nachweisen kann, dass er über spezielle Fähigkeiten verfügt, die ein besonderes sicheres Fahren beinhalten. Ein solcher Nachweis lässt sich meistens durch die Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining erbringen. Statistisch betrachtet erhöhen Sie nicht nur Ihre eigenen Fähigkeiten, in Gefahrensituationen schnell und richtig zu reagieren. Darüber hinaus vermindern Sie sogar das Unfallrisiko, was selbstverständlich für jeden Versicherer ein positiver Effekt ist. Aus dem Grund bieten manche Versicherungsgesellschaften an, nach der Teilnahme an einem Fahrsicherheitstraining den Beitrag um mehrere Prozent zu reduzieren.

Einflussfaktor 5: nicht jeden kleineren Schaden über den Versicherer abrechnen

Eine indirekte Sparmöglichkeit beim Beitrag ergibt sich unter der Voraussetzung, dass Sie vielleicht bisher jeden kleineren Schaden der Versicherung gemeldet haben, um die Kosten erstattet zu bekommen. Dies kann sich insbesondere dann auf Dauer negativ auswirken, wenn mit der Schadensregulierung eine Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse verbunden ist. Dies ist insbesondere bei der Voll- und der Kfz-Haftpflichtversicherung der Fall. Wenn sich der Schaden jedoch nur auf wenige Hundert Euro beläuft, kann es auf Dauer sogar wirtschaftlicher sein, dass Sie diesen selbst übernehmen und dafür nicht seitens der Versicherungsgesellschaft zurückgestuft werden. Hier sollten Sie also zunächst kalkulieren, welche Variante für Sie die günstigere ist: Schaden der Versicherung melden oder Selbstregulierung und nicht zurückgestuft werden.

Fazit: Versicherungsprämie reduzieren ohne den Versicherer zu wechseln

Wie Sie an unserem Beitrag erkennen, gibt es einige Stellschrauben, die Sie bewegen können, um in 2020 einen etwas geringeren Versicherungsbeitrag in der Kfz-Versicherung zahlen zu müssen. Im Grunde kommt es im Wesentlichen darauf an, dass Sie möglichst genaue Angaben machen und tatsächlich nur das versichern lassen, was auch genutzt wird oder als Risiko vorhanden ist.

So können Sie insbesondere durch die Reduzierung der Fahreranzahl, die realistischere Angabe der jährliche Fahrleistung oder auch durch Telematiktarife in der Summe leicht zwischen 20 und 30 Prozent an Versicherungsprämie einsparen. Manchmal gibt es sogar noch weitere Änderungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel das Fahrzeug in einer Garage oder zumindest in einem Carport unterzubringen, denn auf das reduziert für gewöhnlich die Versicherungsprämie.

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