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Frisches Gemüse auf Holzhintergrund

Ein weiterer Corona-Profiteur: HelloFresh

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Die HelloFresh SE ist ein Unternehmen, das erst im Zuge der Corona-Krise ins Bewusstsein der Aktionäre kam und nun in aller Munde ist.
Das deutsche Unternehmen mit Sitz in Berlin hat sich darauf spezialisiert, seinen Kunden Kochboxen nach Hause zu liefern. Kochboxen, das bedeutet keine Fertiggerichte, sondern die rohen Zutaten für ein Gericht, das der Kunde dann selbst zubereiten darf.
Vor der Krise waren die Berliner vor allem denjenigen bekannt, die sich die Boxen liefern ließen.
Jetzt steht der Anteilsschein des Unternehmens auf den Kurszetteln und Watchlists etlicher Aktionäre.
HelloFresh profitiert von Ausgangssperren, Quarantänen und Kontaktverboten. Die Menschen lassen sich das Essen nun liefern, um dann zuhause mit den vorbereiteten Zutaten zu kochen.

Die dynamische Entwicklung, die die Aktie durchlief, spiegelt sich auch in den jüngst vorgelegten Quartalszahlen wider.
So zählt man inzwischen knapp 4,2 Millionen zahlende Kunden, während es im Jahresvergleich zuvor nur knapp 2,5 Millionen Abonnenten waren. Diese rasante Entwicklung bedeutet ein Wachstum von fast 70 %. Entsprechend der wachsenden Kundenzahl stiegen auch die Umsätze des Lieferservices. 699,1 Mio. Euro Umsatz konnte man, unter anderem auch coronabedingt, im letzten Quartal ausweisen.
Ebenso wichtig ist die Profitabilität des Geschäfts. Im ersten Quartal des Vorjahres stand noch ein Verlust von rund 26 Mio. Euro zu Buche, während man im ersten Quartal diesen Jahres mit 63,1 Mio. Euro Gewinn erstmals nachhaltig in die Gewinnzone und folglich in die Profitabilität vorgestoßen ist.

Die Aktie der Berliner musste in den letzten Tagen einige Gewinnmitnahmen verkraften. So fand sich der Kurs zeitweise mehrmals über 40 Euro ein, pendelte in den letzten Tagen aber wieder zurück auf eine Marke rund um 36,30 Euro. Viele Aktionäre, bei denen ein signifikantes Kursplus zu Buche stand und die jetzt den sicheren Weg gehen wollten, dürften den Kurs gedrückt haben.
Langfristig stimmt der Kurs von HelloFresh. Es bleibt jedoch vor allem nach Corona abzuwarten, ob viele der neu gewonnenen Kunden wieder abwandern und die klassischen Wege gehen: Selbst einkaufen, essen gehen oder Fertiggerichte liefern lassen.
Auch diese Unsicherheit und das überproportionale Wachstum des Unternehmens, das eben doch sehr stark an die Krise gekoppelt ist, dürfte einige Aktionäre verunsichert haben.