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E.ON in Dax-Spitzengruppe katapultiert nach Kaufempfehlung

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Es wurde ja mal Zeit. Am 22. April gab kein Geringerer als die US-Bank Citigroup eine Kaufempfehlung für die E.ON Aktie (WKN: ENAG99; ISIN: DE000ENAG999) ab. Dies führte, wie erwartet, zu einer kleinen Euphorie bei den E.ON-Anlegern. Bereits am Vortag zeichnete sich ab, dass die Börsianer bei Energie-Aktien die ambitionierten Klimaziele von Joe Biden honorieren.

Der Citigroup-Analyst Piotr Dzieciolowski geht davon aus, dass E.ON im Umfeld langsam anziehender Marktzinsen profitieren würde. In der Konsequenz wurde das Kursziel sogleich auf 12 Euro erhöht. Dass sich bei E.ON etwas tut, hat so mancher Marktteilnehmer wohl schon Anfang März 2021 geahnt, denn dieser Monat war von einem beachtlichen Anstieg des E.ON-Kurses von circa 8,30 Euro auf fast 10 Euro gekennzeichnet. Das sind immerhin um die 20 Prozent.

Kurze Chartanalyse

Damit wurde in etwa wettgemacht, was dem E.ON-Kurs zuvor über eine Zeitstrecke von mehr als sieben Monaten zugestoßen war. Unter einer gewissen Volatilität hat sich der Aktienkurs innerhalb eines engen Trendkanals von ungefähr 10,70 bis auf 8,30 Euro zurück gearbeitet. Doch dann zog der Kurs, wie oben erwähnt, merklich an. Auch der Analyst von Goldman-Sachs, Alberto Gandolfi, sah sich dadurch genötigt, die E.ON-Aktie nach nunmehr zwei Jahren endlich wieder zum Kauf zu empfehlen.

Charttechnisch hat sich seit Ende März ein leicht nach oben gerichteter Trendkanal ausgebildet. Beim in der Zeit rückwärts gerichteten Blick auf den Chart der E.ON-Aktie kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Trendkanäle meistens über mehrere Monate Bestand haben. So gesehen ist bei E.ON zurzeit mehr Luft nach oben als nach unten drin.

Deutschland will weniger bürokratisch vorgehen

Nein, das ist kein verspäteter Aprilscherz. Tatsächlich sieht es so aus, als hätte sich die Koalition gerade darauf verständigt, die Genehmigungsverfahren bei Sonne und Wind zu verschlanken. Ein Grund dafür ist gewiss, dass der Ausbau von Onshore-Windrädern wegen der zu komplexen Genehmigungsverfahren, einem eklatanten Mangel an dafür zur Verfügung stehender Flächen und nicht zuletzt der vielen anhängigen Klagen sehr ins Stocken geraten ist. Dass sich so das gesetzte Ziel von 65 Prozent Ökostrom bis zum Jahr 2030 nicht erreichen lässt, haben einige Politiker endlich verstanden, was unter anderem dem E.ON-Konzern in die Hände spielt.