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Bärenmarktrallye oder neuer Bullenmarkt an den Börsen?

Die Volkswirtschaften stehen weltweit seit Monaten still. Einige Länder beginnen damit, die Produktion sowie ausgewählte Wirtschaftsbereiche langsam wieder hochzufahren. Die wirtschaftlichen Folgen des Stillstandes der Produktion lassen sich allerdings erst in den nächsten Monaten erkennen. Börsen und die damit einhergehenden Aktienkurse gelten dabei als Frühindikatoren. Die Kurse von Dax und Dow sind in der Spitze um 40 % eingebrochen. Inzwischen hat jedoch eine Erholung stattgefunden.

Experten warnen vor einem weiteren großen Crash am Aktienmarkt. Doch wie wahrscheinlich ist dieser Crash? Wir gehen im nachfolgenden Artikel auf die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Einbruchs an der Börsen ein. Außerdem zeigen wir auf, wie sich Anleger positionieren sollten.

Bärenmarktrallye oder neuer Bullenmarkt an den Börsen?

Nach einem Bullenmarkt, der über 10 Jahre gedauert hat, sind die Börsen Anfang des Jahres um 40 % eingebrochen. Die Verunsicherung an den Märkten war groß und Unsicherheit mag die Börse bekanntlich nicht. Wer sich nicht mit den Aktienmärkten auskennt, muss wissen, dass die heutigen Kurse die Hoffnung der Anleger auf die zukünftige Entwicklung widerspiegeln. Das bedeutet, dass die Anleger nun hoffen, dass die Auswirkungen der Corona-Krise nicht so fatal sind. Chartanalysten und zahlreiche Volkswirte betonen jedoch, dass die Krise noch lange nicht überwunden ist.

Viele Experten warnen davor, dass wir uns am Aktienmarkt lediglich in einer Bärenmarktrallye befinden. Eine solche Rallye findet während eines Bärenmarktes statt. Nach einer rasanten Kurserholung stürzen die Märkte noch einmal in die Tiefe. Andere Analysten glauben jedoch, dass wir den Boden bereits gesehen haben und es nur noch kleinere Rücksetzer geben wird.

Aus fundamentaler Sicht sind die Auswirkungen der Krise noch nicht absehbar, da erst die Quartalszahlen der nächsten Quartale zeigen werden, wie hart die Unternehmen von der Krise getroffen wurden. Aus heutiger Sicht ist es schwer vorstellbar, dass sich beispielsweise die Kurse von Volkswagen oder den Reiseunternehmen so gut halten konnten. Die Produktion stand fast 6 Wochen komplett still. Ein solcher Produktionsstopp muss sich auf Umsatz und Gewinn nachhaltig negativ auswirken. Ein weiterer Bullenmarkt ist daher derzeit nicht vorstellbar.

Hat die Hilfe der Notenbanken die Wende am Aktienmarkt gebracht?

Die Hilfe der Notenbanken, die wieder einmal Geld in den Markt gespült haben, hat die Märkte zumindest beruhigt. Ob auch diese Krise mit Liquidität und frischem Kapital überwunden werden kann, wird sich noch zeigen müssen. Im Moment herrscht an den Aktienmärkten, anders als bei der Cryptowährung Bitcoin, Optimismus. Viele Anleger haben auf die Chance gewartet, endlich in den Markt einzusteigen. Ein weiterer Einbruch der Börsen ist daher wahrscheinlich, denn meist reagiert die Börse gegen den allgemeinen Markttrend. Dass wir tiefere Tiefs sehen werden, ist aus heutiger Sicht jedoch nicht vorstellbar. Wie sollten sich aber Anleger nun verhalten?

Die beste Vorgehensweise ist eine monatliche Investition in den Aktienmarkt. Das größte Problem der meisten Anleger liegt darin, dass sie Angst haben, dass die Märkte steigen und sie selbst nicht dabei sind. Historisch gesehen hat sich jedoch gezeigt, dass es sinnvoll ist, monatlich zu kaufen und somit einen guten Durchschnittskosteneffekt zu erzielen. Niemand kann sicher sagen, ob der Tiefpunkt bereits erreicht ist oder nicht. Außerdem ist es ratsam, das eigene Depot möglichst breit zu diversifizieren.